FAQs

„Das größte Risiko in der ästhetischen Lasermedizin ist der Operateur”, hat im Mai 2007 eine nationale Expertenkommission unter der Schirmherrschaft des Bundesratspräsidenten festgestellt und deshalb hier eine fachärztlich fundierte und interdisziplinäre Spezialausbildung in Verbindung von Hochschule und Praxis gefordert. Hochschullehrer der Universität Greifswald und renommierte Fachärzte aus Laserzentren in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz haben in einem gemeinsamen Kollegium diese aktuellen Qualitätsstandards der Expertenkommission schon 2001 zum Maßstab gesetzt für die Ausbildung in ästhetischer Lasermedizin und ein entsprechendes Studienprogramm auf universitärem Niveau erarbeitet.

Die inzwischen eingetretene inhaltliche Differenziertheit des Fachgebietes macht die derzeit laufende Novellierung der Ordnung notwendig, die jetzt ohnehin den Erfordernissen des Europäischen Hochschulraumes entsprechen muss. Sie wird das Grundkonzept des alten DALM-Programms bewahren, berücksichtigt aber in der jetzigen Entwicklungsphase bereits die inhaltliche Erweiterung durch Plasmamedizin und minimalinvasive nichtoperative Methoden, nimmt die Möglichkeiten der online-Lehre auf und hat auch die neuen Qualifikationsstandards für den Umgang mit nichtionisierenden Strahlungsquellen (NiSV) im Blick. Die Anpassungen kommen schon jetzt zum Ausdruck im neuen Titel des Weiterbildungsstudienganges, „Differenzierte Aesthetische Laser- und Plasma Medizin (DALM)“.

Das post-graduale Studium eröffnet approbierten Ärztinnen und Ärzten die Möglichkeit, berufsbegleitend eine schildfähige universitäre Zusatzqualifikation in einem Querschnittgebiet zu erlangen, an dem Lasermedizin, minimalinvasive Chirurgie und Plasmamedizin beteiligt sind. Das Studium soll eine interdisziplinäre wissenschaftliche und praktische Weiterbildung vermitteln. Schwerpunkte sind Diagnostik und Therapie, allgemeine, rechtliche und ethische Aspekte, physikalische, biologische, technische und pharmakologische Grundlagen, dazu Fragen der Sicherheit, des Qualitätsmanagements und der Wirtschaftlichkeit.

Das Studienprogramm ist vorrangig ausgerichtet auf die berufliche Praxis der Ästhetischen Lasermedizin, also auf die speziellen Aspekte einer lasertechnisch-assistierten Medizin in der Dermatologie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Augenheilkunde, Gynäkologie oder Plastischen Chirurgie. Daneben geht es um die grundlegenden Prinzipien der Lasertechnologie, der Laserphysik und der Lasersicherheit in Praxis, Klinik und Forschung. Nicht zuletzt gehört aber zu den Studieninhalten auch die Beschäftigung mit rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Aspekten, mit dem Praxismanagement, mit dem Marketing und schließlich in einem ganz umfassenden Verständnis mit den Werten und der Sinnhaftigkeit der Ästhetischen Medizin, auch aus Sicht der Geistes-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften. Die zu erbringenden inhaltlichen Studienleistungen sind in einem praxisorientierten, wissenschaftlichen Gegenstandskatalog festgelegt, der zusammen mit der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft erarbeitet worden ist und für die Vorlesungen, die Praktika und die Abschlussprüfung die Grundlage bildet.

Die Regelstudienzeit beträgt 2 Jahre.